Wer ist denn hier beteiligt?
10.12.2008: In der Diskussionsrunde für Multiplikatoren/innen zu "Wer ist denn hier beteiligt? Jugendarbeit zwischen Inklusion und Exklusion - eine kritische Zwischenbilanz" stellten vier Experten/innen ihre Projekte vor. Autor Norman Stephan war dabei.
Norman Stephan, 18, von der Martin-Buber Oberschule in Berlin, kann gar nicht anders, als sich zu engagieren. Die Lehrer/innen an seiner Schule seien so erpicht darauf, bei jedem Jugendlichen einen Funken von Interesse zu wecken, dass Verweigerung, gar ein Nein und der Rückzug ins Private nicht möglich sind. Auf dem Jugendforum ging er der Frage nach: Was sind das eigentlich für Jugendliche, die in dieses Standardbild der "PC-Suchtis" nicht hineinpassen wollen? Sondern ihre Freizeit dazu verwenden, sich in verschiedenen Projekten zu engagieren und sich für ihre Interessen einzusetzen?
Norman Stephan schreibt: Oft fehlt das nötige Selbstbewusstsein oder einfach jemand, der oder die kommt und einen mitzieht. Denn der Einstieg, der Anfang, die Überwindung, sich in eine neue Gruppe zu integrieren, seine Freizeit zu opfern, etwas von sich preis zu geben, aber auch Verpflichtungen einzugehen, das ist oft das Schwerste. Für Betreuer/innen von Jugendlichen oder von Jugendprojekten ist es nicht leicht, die richtige Anregung zu geben, um Jugendliche für ein Projekt zu begeistern. Denn jeder Mensch hat glücklicherweise seinen eigenen Charakter und betrachtet dadurch die Gesellschaft aus seinem individuellen Blickwinkel.
Arbeitsfelder für linke Sozialpädagogen/innen
In der Diskussionsrunde für Multiplikatoren/innen zu "Wer ist denn hier beteiligt? Jugendarbeit zwischen Inklusion und Exklusion - eine kritische Zwischenbilanz" stellten vier Experten/innen ihre Projekte vor:
Monika Hoffmann ist die Leiterin des Kinder- und Jugendbüros in Neukölln und fördert die Rechte von Kindern. Sie organisierte zum Beispiel die Rathaus-Rallye, wobei die Jugendlichen einen Einblick in das Leben des Neuköllner Rathauses bekommen. Der Schauspieler und Theaterpädagoge Philipp Harpain kommt vom Gripstheater: Dort heißt es mitmachen, sowohl für Schüler/innen als auch für Lehrer/innen. Gregor Wengel vom Kurt Lade Klub, einer Außenstelle des Bezirksamts Pankow, fördert dort die verschiedenen Interessen von Jugendlichen in den Bereichen Kreativität, Musik, Sport, Medien und bietet einen netten Treffpunkt für Jugendliche. Sonja Wagner von der Stiftung SPI im Bereich Stadtentwicklung ermöglicht es den Jugendlichen mitzubestimmen, wie denn ihr "Kiez" aussehen soll.
